Auszug - Sachstandsbericht über Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutschem Sprachhintergrund  

 
 
Sitzung des Schulausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Schulausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Fr, 23.09.2022 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 18:40 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Saal des Bürgerzentrums, Raum 1.29
Ort: 42929 Wermelskirchen, Telegrafenstraße 29/33
 
Beschluss


Frau Friederike Kelzenberg-Gerloff stellt den Sachverhalt anhand eines Wortbeitrages vor.

 

Zurzeit werden 48 ukrainische Kinder an den Grundschulen durch Sprachfördergruppen unterrichtet. Bei der Verteilung ist es wichtig, die Klassen nicht zu groß werden zu lassen. Auch muss beachtet werden, dass nicht zu viele und gleichzeitig nicht zu wenige Ukrainer in einer Klasse sind.

Dabei hilft eine entwickelte Datei, worauf KI, Sozialamt und Schulleitungen Zugriff haben. Dadurch ergeben sich schnelle Arbeitswege.

Es besteht jedoch eine Schwierigkeit darin, da die Kinder in der Ukraine andere Einschulungsjahrgänge haben, als wir in Deutschland. Daher muss detailliert geschaut werden, in welche Klasse das jeweilige Kind kommt.

 

In den weiterführenden Schulen werden zum jetzigen Zeitpunkt ca. 85 ukrainische Kinder beschult.

 

Sogenannte Sprachpaten (Ehrenämter, die Gesellschaftsspiele spielen, Spaziergänge unternehmen, einkaufen gehen usw.) sollen den Sprachalltag erleichtern.

 

Den Grundschulen ist es wichtig, dass die Kinder aus der Ukraine an die OGS angebunden werden, um den Kindern einen großglichen Sprachraum zu bieten.

Das braucht Überzeugungsarbeit bei den Eltern, denn diese sind nicht ganz dafür und haben auch noch weitere Bildungsangebote in Distanz aus der Ukraine am Nachmittag.

 

Durch die Flüchtlingskrise im Jahr 2015 / 2016 und durch die Digitalisierung („Corona-Situation“) sind die Schulen gut aufgestellt was das Arbeitsmaterial angeht. Man kann z. B. mit Apps arbeiten, die mit Wort und Bild agieren, und auch Hardware kann verliehen werden.

 

Bemerkbar ist die Fluktuation. Viele Ukrainer dachten, die Unterbringung in Deutschland ist nur für eine kurze Übergangszeit. Diese haben sich noch nicht auf den Langzeitprozess eingestellt. Somit ist es auch für die Kinder sehr schwierig, es ist kein Drang da Freunde zu finden oder die Sprache zu erlernen. Hierdurch entstehen Unterrichtstörungen u. Ä., das macht es für alle Schulen schwierig.

Manche Eltern signalisieren zwar ein Bleiben, das ist bei vielen Kindern aber noch nicht angekommen.

 

Hinzu kommt die seelische Belastung der Kinder, denn sie kommen ohne ihre Väter.

Die Väter sind nicht nur nicht hier, sondern befinden sich im Krieg.

Grundsätzlich werden die Kinder gerne begleitet und die Schulen versuchen alles möglich zu machen, soweit es den Schulen möglich ist.

 

Im Moment gibt es kein ukrainisches Kind, was ohne Schulplatz ist.

Die Politik kann leider an dieser Situation nicht ändern. Wenn, dann fehlen Lehrkräfte, die unterstützen könnten.