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Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umweltfragen beschließt hinsichtlich der Rad-/Wanderwegeführung zwischen Dhünn-Neuenhaus und der Stauwurzel Dhünntalsperre die touristisch attraktive Route der „RadRegionRheinland“ weiter zu verfolgen. Sachverhalt:
Mit Schreiben vom 20. März 2010 stellt die Fraktion WNK UWG einen Antrag auf Prüfung, ob zur Realisierung eines Rad-/Wanderwegs zwischen dem Ortsteil Dhünn und der Stauwurzel der Dhünntalsperre möglicherweise Fördermittel aus Regionale-Projekten herangezogen werden können. (Anlage 1: Antrag der WNK UWG vom 20.03.2010; Rad-/Wanderweg Dhünn - Stauwurzel Dhünntalsperre, eingebracht gemäß HuF vom 03.05.2010, Vorlage RAT/1887/2010)
Gemäß Prüfung der Verwaltung wird hierzu Folgendes darlegt: Hintergrund Regionale-Projekt „RadRegionRheinland“ Mit dem in Planung befindlichen Regionale-Projekt „RadRegionRheinland“ soll ein überregionales touristisches Routennetz entwickelt werden, das vom dem Bergischen Land bis in die Regionen Köln und Bonn reicht. Der Entwurf des Routennetzes greift vorrangig auf bereits bestehende Radwege zurück. Die Frage nach Fördermöglichkeiten der von der WNK UWG angesprochenen Rad-/Wanderwegverbindung über Regionale-Projekte ist wie folgt zu beantworten: Gefördert werden in Rahmen der „RadRegionRheinland“ die einheitliche Beschilderung des Routennetzes, insbesondere der Knotenpunkte sowie die Umsetzung touristischer Marketingaktivitäten (u. a. Integration von Sehenswürdigkeiten, Gastronomie und Beherbergungsgewerbe entlang der Routen in das Internetportal „Freizeitroutenplaner NRW“). Die Kosten für Erstellung und Unterhaltung der Radwege obliegen dagegen dem jeweiligen Straßenbaulastträger. Im Rahmen dieses Regionale-Projekts hat die Stadt Wermelskirchen vorgeschlagen, den Bereich der L 409 zwischen Dhünn-Neuenhaus und der Stauwurzel auf einer touristisch attraktiven Route zu umfahren (siehe Anlage 2 Routennetz „RadRegionRheinland“), die jedoch von dem im Antrag der WNK benannten Weg abweicht. Der Wupperverband hat sich in einer ersten Stellungnahme hinsichtlich der Mitnutzung des vorhandenen Wanderwegs entlang der Vorsperre durch Radverkehr grundsätzlich positiv geäußert. Allerdings sieht er im Zusammenhang mit dem im Rahmen des Regionale-Projekts „Dhünnhochfläche“ geplanten Wanderwegs rund um die Vorsperre mögliche Nutzungskonflikte. Aus diesem Grund schlägt der Wupperverband für den Radweg eine fünfjährige Probephase ab Inbetriebnahme des Rundwanderwegs vor. Bei dem Routenabschnitt zwischen Dhünn-Neuenhaus und Großrostringhausen handelt es sich um eine asphaltierte Gemeindestraße. Der anschließende Wirtschaftsweg befindet sich in einem verhältnismäßig tauglichen Zustand, abgesehen von der letzten Gefällestrecke zur Vorsperre. Insgesamt betroffen sind ca. 1.400 m, die nach noch vorzunehmender Überprüfung hergerichtet werden müssten (ggf. nur punktuell).
Aus Sicht der Verwaltung sollte zunächst an der im Rahmen der „RadRegionRheinland“ geplanten, touristisch attraktiven Wegeführung festgehalten werden. Für deren Instandsetzung stehen jedoch weder Fördermittel noch Eigenmittel im Haushaltsentwurf 2010 zur Verfügung, so dass eine kurzfristige Umsetzung nicht möglich erscheint. (Gleiches würde für die in dem Antrag der WNK UWG vorgeschlagene Wegeführung über Krähenbach und Heister gelten.) Ferner würde es erforderlich, mit dem Wupperverband und dem Forstbetrieb verbindliche Vereinbarungen in Bezug auf Nutzungs- und der Haftungsfragen abzustimmen.
Beschlussvorschlag: Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umweltfragen beschließt hinsichtlich der Rad-/Wanderwegeführung zwischen Dhünn-Neuenhaus und der Stauwurzel Dhünntalsperre die touristisch attraktive Route der „RadRegionRheinland“ weiter zu verfolgen.
Einzuplanende Kosten für die Herrichtung des Wirtschaftsweges
Wenn der Wegeführung gemäß der „RadRegionRheinland“ gefolgt werden soll und eine für den (sportlichen) Radfahrer taugliche Qualität des Wirtschaftsweges von der Hofschaft Großrostringhausen in Richtung Süden auf den Talsperrenuferweg gewollt ist, wären gemäß nachfolgend dargestellter Informationen des Tiefbauamtes verschiedene Befestigungsarten vorstellbar (Wegebreite jeweils 2,50m):
A. Wassergebundene Decke Für die Herstellung einer wassergebundenen Decke ist zunächst die vorhandene Wegeoberfläche mit Schotter auszugleichen. Anschließend müsste eine Tragschicht (0/16) sowie die entsprechende Deckschicht (0/6) aufgebracht werden. Diese Arbeiten beinhalten gemäß einer Kostenschätzung rund 22,- bis 24,- € pro m² Wegefläche.
B. Bituminöse Decke (Ausführung Wirtschaftswege) Eine Alternative ist die Herstellung (wie bei den meisten Wirtschaftswegen im Stadtgebiet) mittels einer bituminösen Tragdeckschicht. Die Kosten für eine Tragdeckschicht von rund 8 cm beträgt 12,- bis 14,-€ pro m² Wegefläche.
C. Mineralbeton (Herrichtungsart für Forstwege) Für diese Ausführungsvariante betragen die Kosten ca. 6,-€ pro m² Wegefläche.
Aufgrund des topographisch bewegten Geländes im südlichen Bereich des vorgenannten Wirtschaftsweges erscheint die Realisation der Alternative A technisch nicht sinnvoll. Durch das Gefälle wäre hier die Gefahr von Ausspülungen gegeben. Infolgedessen schlägt das Fachamt die Herstellung des Radweges – auch im Hinblick auf Unterhaltungsaufwendungen - mittels einer bituminösen Tragdeckschicht vor. Eine Alternative stellt die Ausführung der Wegeoberfläche in Mineralbeton dar, welche einfach, aber beispielsweise auch für Forstwege üblich ist.
Im Ergebnis wären bei Fortführung des Regionale-Projektes hinsichtlich der unterschiedlichen Befestigungsvarianten die oben genannten Kosten anzusetzen. Mit Blick auf den Zeitpunkt, zu welchem die erforderlichen Mittel seitens des Fachamtes zu beantragen sind, bedarf es weiterer Beratungen.
Anlage/n:
Anlage 1: Antrag der WNK UWG vom 20.03.2010; Rad-/Wanderweg Dhünn – Stauwurzel Dhünntalsperre, einschl. Anlagen (eingebracht gemäß HuF vom 03.05.2010, Vorlage RAT/1887/2010) Anlage 2: Routennetz „RadRegionRheinland“, Kennzeichnung des herzurichtenden Wirtschaftsweges
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