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Beschluss: Der Schulausschuss nimmt die Beantwortung der Anfrage zur Kenntnis.
Sachverhalt:
Wortlaut der Anfrage:
Am 03.03.2022 stellte das Bürgerforum folgenden Antrag zum Thema „Praktikumswochen“:
Dieser wurde nachdem er vorübergehend verschwunden war, im HuF am 02.05.2022 leicht verändert beschlossen. Im Schulausschuss vom 23.06.2022 wurde dann wie folgt beschlossen: Klärung der materiellen und organisatorischen Voraussetzungen für Wochen-Praktika im Sinne des Antrages im kommenden Kalenderjahr 2023. Dazu gehören Möglichkeiten der Förderung und Finanzierung sowie die Beauftragung Dritter. Ein erster Sachstandsbericht der Verwaltung ist für die Sitzung des Schulausschusses am 10.08.2022 vorgesehen. Zur Sitzung am 10.08.2022 hat Herr Görnert dann mitgeteilt, dass es in den Sommerferien auf Kreisebene keinen Fortschritt gegeben hat. Weiter steht dazu im Protokoll….wenn der Verwaltung nähere Erkenntnisse vorliegen, werden dem Ausschuss diese schnellstmöglich mitgeteilt. Ich möchte aus dieser Historie heraus einmal feststellen, dass die Nachfrage beim Kreis von Seiten des Antragstellers nicht verstanden wurde, da aber schnellstmöglich an diesem unseren Antrag und dem Beschluss vom 23.06.2022 gearbeitet werden sollte, hatten wir uns damit einverstanden erklärt.
Nun die klare Anfrage mit der Bitte um schnellstmögliche Antwort:
Antwort der Verwaltung:
Die Anfrage der Fraktion Bürgerforum vom 18.01.2023 wird wie folgt beantwortet:
Frage 1 Was ist der aktuelle Stand dieses Antrages? Antwort: Aufgrund des Antrags des Bürgerforums e.V. wurde seitens der Verwaltung die Einführung eines Instrumentes zur Praktikavermittlung im Jahr 2022 geprüft. Als Beispiel wurde das Modell "Praktikumswoche" des kommerziellen Anbieters stafftastic GmbH angeführt.
Die "Praktikumswoche" umfasst 3 Monate für die Akquise der Schülerinnen und Schüler sowie der Praktikumsbetriebe und der individuellen Anpassung der Öffentlichkeitsarbeit. Im Verlauf der 6 Wochen Sommerferien finden für die Schülerinnen und Schüler die Praktika für insgesamt 5 Tage in verschiedenen Firmen statt (Kosten 7.750 €). Die "Praktikumswoche" gestaltet das Marketing (Kosten 2.100 €), kümmert sich um die Internetplattform und steht ausschließlich diesbezüglich für Fragen zur Verfügung. Sie organisiert des Weiteren den Zeitablauf.
Der "Auftraggeber" ist für alle Dinge vor Ort zuständig: z. B. Kontakt zu Schulen, Kontakt zu Firmen, Praktikumsbegleitung, Beantwortung von Fragen der Schülerinnen und Schülern und deren Sorgeberechtigten sowie der Lehrerschaft. Damit das Projekt reibungslos verläuft und gut von den Zielgruppen angenommen wird, muss dieser Teilbereich engmaschig begleitet werden. Dafür stehen Personalkapazitäten innerhalb der Verwaltung nicht zur Verfügung. In den Bundesländern Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Saarland wurde dieses Programm landesweit eingeführt, was den dortigen Kommunen den Zugriff erheblich erleichtert, da Personalkapazitäten nicht in vollem Umfang vor Ort vorgehalten werden müssen. Alternativ zu diesem Projekt gibt es für Schülerinnen und Schüler zum Thema Berufsfeldorientierung und für den Übergang Schule - Beruf in Wermelskirchen eine Vielzahl von Praxiselementen und berufsorientierenden Maßnahmen und Angeboten, die sowohl mit Hilfe des Koordinierungsbüros Übergang Schule - Beruf des Rheinisch-Bergischen Kreises als auch des regionalen Arbeitskreises Jugendberufshilfe gebündelt werden. Diese Maßnahmen dienen dazu, pandemiebedingte Nachteile der Schülerinnen und Schüler abzubauen und Unternehmen bei der Fachkräftegewinnung zu unterstützen. Im Folgenden sind einige Maßnahmen und Angebote beispielhaft aufgeführt. Ergänzend dazu ist eine Übersicht über die Maßnahmenangebote in Wermelskirchen dieser Vorlage als Anlage beigefügt.
1. Koordinierungsbüro Übergang Schule - Beruf Rheinisch-Bergischer Kreis
Seit 2005 gibt es die Landesinitiative für den Übergang Schule - Beruf "Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAOA), die zum Ziel hat, kein Kind zurückzulassen. Das Koordinierungsbüro ist Mitglied im regionalen Arbeitskreis Jugendberufshilfe.
Inhalte im Rahmen der Initiative KAOA in Kooperation mit Schulen:
- Potentialanalyse im achten Jahrgang. - Berufsfelderkundung in der achten Jahrgangstufe: Unternehmen stellen ihre Praktikumsplätze über ein Portal online und Schüler buchen darüber insgesamt drei Praktikumstage, in denen sie nicht nur das Unternehmen und jeweilige Berufsfeld kennenlernen, sondern auch z.B. den Werkstoff. Es werden alle Ausbildungsbetriebe informiert. www.berufsfelder-erkunden.de; www.binbereit.de - Zwei- bzw. dreiwöchiges Praktikum im Jahrgang 9. - Tag der dualen Ausbildung: Azubis stellen ihre Ausbildungsstelle vor. - Onlinebewerberbuch: In Kooperation mit der Berufsberatung erarbeiten Schülerinnen und Schüler ein Profil, welches sie auf dem Portal hochladen. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können sich dann bei den Jugendlichen bewerben. - Tag der Studienorientierung an der FHDW Bergisch Gladbach. - Projekt "fast FORward" (mit FachOberschulReife direkt durchstarten). - Bergische Ausbildungstage im Berufskolleg und in der Kattwinkelschen Fabrik. - Elternveranstaltung: zuerst erzählt ein Azubi, dann dessen Vorgesetzter aus seiner Sicht. - Veranstaltungskalender zum Thema Übergang Schule - Beruf im Rheinisch-Bergischen Kreis. https://www.rbk-direkt.de/veranstaltungskalender.aspx - Praktikumsportal Rheinisch-Bergischer Kreis https://praktikum-erleben.de/: Schülerinnen und Schüler melden sich mit ihren Bewerbungsunterlagen an, Unternehmen erstellen ihr Praktikumsangebot.
2. WiW - Wir in Wermelskirchen Marketing e.V.
- Schultour: Azubis bzw. junge Beschäftigte bis 25 Jahre beschreiben ihre Arbeit in unterschiedlichsten Berufen, aber auch ihren Weg dorthin, in den Wermelskirchener weiterführenden Schulen, um Schülerinnen und Schüler für eine Ausbildung zu begeistern und deren Fragen zu beantworten. Die Schultour wird genutzt um o.g. Online-Plattformen zu etablieren und Zusammenarbeit zu stärken. - CONNECT: Unternehmertag bzw. Ausbildungsmesse im Bürgerzentrum Wermelskirchen am 04.03.2023.
3. Berufsberatung Agentur für Arbeit - "Best of Bergisch Unternehmerinitiative". - Arbeitgeberservice, der in den Ausbildungsangeboten Praktikumsmöglichkeiten ebenfalls veröffentlicht.
4. Arbeitskreis Netzwerk Jugendberufshilfe Wermelskirchen - Erstellung einer Maßnahmenübersicht der Angebote in Wermelskirchen (s. Anhang).
Um Doppelstrukturen zu vermeiden und ggf. Maßnahmen und Angebote zusammenzuführen, arbeiten die Wermelskirchener Akteure eng zusammen. Somit können finanzielle Ressourcen und Personalkapazitäten wirtschaftlich eingesetzt bzw. effizient genutzt werden.
Frage 2 Ist die Möglichkeit der Förderfähigkeit wie in dem Beschluss einstimmig gefordert und beschlossen erfragt worden? Antwort: Eine Finanzierung war weder über das Förderprogramm "Aufholen nach Corona", welches zum 31.12.2022 auslief, noch über das Fördermittelbudget "Extra-Geld" möglich.
Der Umgang mit dem Instrument "Praktikumswoche" in den Sommerschulferien bzw. dessen landesweite Einführung über "Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAOA) wird aktuell auf Landesebene besprochen. Das Koordinierungsbüro Übergang Schule - Beruf des Rheinisch-Bergischen Kreises wird das Thema im Rahmen des nächsten Regionalaustausches mit den zuständigen Ministerien im April 2023 besprechen.
Frage 3 Ist aktuell damit zu rechnen, dass wir passend zu den Sommerferien mit der Umsetzung rechnen können? Antwort: Mit Blick auf die Beratungen auf Landesebene (s. Antwort zu Frage 2) und der damit in Verbindung stehenden landesweiten Einführung sowie der fehlenden Personalkapazitäten vor Ort ist aus heutiger Sicht nicht damit zu rechnen, dass die Praktikumswoche in den kommenden Sommerferien in Wermelskirchen umgesetzt wird.
Einschätzung der Verwaltung: Mit Blick auf die Vielzahl der vor Ort und im Rheinisch-Bergischen Kreis vorhandenen Angebote, sollte darauf verzichtet werden, ein weiteres - gleichartiges - Angebot eines kommerziellen Anbieters in Form der "Praktikumswoche" speziell für Wermelskirchen "einzukaufen". Vielmehr sollten die beschriebenen Strukturen, die vorhanden sind, weiter genutzt und ausgebaut werden. Dennoch sollte die denkbare "landesweite" Einführung der "Praktikumswoche" beobachtet werden. Anlage:
Maßnahmenangebote in Wermelskirchen
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